Der Innenhof des neoklassizistischen Gebäudes, in dem sich die Italienische Botschaft in Berlin befindet.
Oktober 2026
Italienische Botschaft in Berlin
Eine diplomatische Residenz, in der Geschichte und Gegenwart miteinander verschmelzen – geprägt von natürlichem Licht, Kunstwerken und Möbeln, die italienische Eleganz zum Ausdruck bringen.
„Dieser Ort hat ein eigenes Leben. Er verändert sich mit dem Licht des Tages. Das Morgenlicht ist ganz anders als jetzt, am Nachmittag.“ Die italienische Botschaft in Berlin steht in herrlicher Lage im Diplomatenviertel direkt am Tiergarten, dem großen Park der Stadt.
Die rosafarbene Fassade des imposanten neoklassizistischen Baus kontrastiert mit dem Grün der Bäume. Obwohl das Haus aus den späten 1930-Jahren mitten in Berlin gelegen ist, wirkt es vom Trubel entrückt und dank des vielen Grüns in mildes, weiches Licht getaucht. Fabrizio Bucci ist seit Anfang 2025 Botschafter Italiens in Deutschland und immer noch beeindruckt von der wechselvollen Geschichte seines Amtssitzes. Während der Zeit des Nationalsozialismus erbaut, stand das Haus viele Jahre praktisch leer, nachdem es im Zweiten Weltkrieg beschädigt worden war. Erst nach dem Fall der Berliner Mauer wurde es restauriert und schließlich im Jahr 2003 wiedereröffnet.
„Italien entschied sich, das Gebäude nicht vollständig wiederherzustellen - erzählt der Botschafter - sondern einige Zerstörungen zu erhalten, als Memento gegen den Krieg“. So klafft in den Kolonnaden des Innenhofs eine Lücke. Zudem gibt es in den Fassaden noch einige Einschusslöcher.
Auch im Inneren hält das Gebäude Überraschungen bereit. Zwischen Marmorsäulen und altmeisterlichen Gemälden hängen Werke der italienischen Künstlerinnen Monica Bonvicini und Rosa Barba, die beide in Berlin leben. Die Botschaft verfügt zudem über einige Werke des Informel-Künstlers Emilio Vedova. Der Italiener lebte in den 1960er-Jahren für ein Jahr in West-Berlin.
Die Idee, in die prachtvollen neoklassizistischen Räume zeitgenössische Akzente einzubringen, stammt von Bucci und seinem Team. Sie bildet auch die Grundlage der Zusammenarbeit mit Edra, das eingeladen wurde, die Innenräume in der Beletage mit Möbeln und Leuchten neu auszustatten, sowie einige Salons und das Botschafterbüro, in dem er seine Besucherinnen und Besucher nun auf Edra-Sofas und -Sessel empfängt.
„Edra steht für Design, italienischen Charakter und hochwertige Materialien. Niccolò Mazzei, der Sohn des Gründers, ist ein zeitgenössischer Renaissance-Mensch, der Unternehmertum, Geschmack, Kunst, Kultur und Handwerk miteinander verbindet. All das steckt auch in den Möbelstücken“, sagt Fabrizio Bucci.
Das Herz des Hauses ist die säulengeschmückte Wandelhalle in der Beletage. Von hier gelangen Besucherinnen und Besucher zum Festsaal und in die Salons. Der Balkon zum Innenhof lädt zu einem ruhigen Moment an der frischen Luft ein. Durch die großen Fenster dringt das Tageslicht hier ins Innere des Gebäudes und erzeugt eine fast schon magische Atmosphäre. Die künstliche Beleuchtung ist auf diskrete Spots in der Decke reduziert – während im Ballsaal zwei grandiose, farbige Muranolüster ihren großen Auftritt haben. Und in den Salons neuerdings die humorvollen „Ines“-Stehleuchten von Edra. Sie recken ihre vergoldeten Arme keck in alle Richtungen.
„Wenn unsere deutschen Freunde hierher zu uns in die Botschaft kommen, erwarten sie, in Italien zu landen. Sie erwarten Schönheit, sie erwarten Eleganz. Deshalb haben wir mit Edra das Beste vom Besten gewählt.“
Umso schöner, dass die Zusammenarbeit auf der Terrasse des Piano Nobile mit Blick auf den Innenhof fortgesetzt wird, wo die Outdoor-Modelle von Edra eine angenehme und einladende Atmosphäre schaffen.
Dieser Außenbereich wird durch die Dachterrasse ergänzt, die teilweise in Vergessenheit geraten war und die Botschafter Bucci und sein Team wiederbeleben möchten: als einen offenen Ort über den Dächern der Stadt mit Blick über das endlose Baumdach des Tiergartens – bestimmt für italienische Sommerabende voller Aperitivo, Geselligkeit und Begegnung.





